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	<title>Bloggii &#187; Anni</title>
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	<description>Die Köpfe von Morgen sprechen schon heute</description>
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		<title>Es gibt keine Kampfhunde</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 21:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Kampfhund]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kampfhunde. Dieser Artikel klärt auf und erläutert, warum der "Begriff" Kampfhund  falsch. Es gibt keine gefährliche Hunderasse...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder liest und hört man in den Medien von sogenannten &#8220;Kampfhunden&#8221;, die unschuldige Menschen anfallen und kleine Kinder &#8220;zerfleischen&#8221;. Immer war es einer dieser gefährlichen Rassen und wenn schon nicht reinrassig, dann war es ein Mischling. Alle anderen Fälle, in denen kein &#8220;Kampfhund&#8221; der Schuldige war, werden dezent unter den Teppich gekehrt.<span id="more-17"></span></p>
<p>Doch was hat es eigentlich auf sich, mit diesen &#8220;Kampfhunden&#8221;?</p>
<p>Die Antwort ist ganz einfach: Es gibt sie nicht! Ob ein Hund aggressiv ist oder nicht, liegt zum größten Teil an der Erziehung und der Umwelt des Hundes. Natürlich lassen sich manche Hunde besser und andere schlechter abrichten, doch oft sind gerade die ach so gefährlichen &#8220;Kampfhunde&#8221; diejenigen, die am gefolgsamsten, also auch leichter abzurichtenden Rassen sind. Man kann nicht abstreiten, dass einige Vertreter dieser Rassen, über ein höheres Gewaltpotential verfügen als andere, doch dies ist auch bei &#8220;gutmütigen&#8221; Rassen der Fall. Außerdem darf man nicht vergessen, wozu diese Hunde gezüchtet wurden: Für Hundekämpfe, zum Schutz oder wie der Dobermann, dessen erster Züchter Steuereintreiber war, um Angst einzuflößen. Um einen solchen Hund zu kreieren, wurden die aggressivsten Hunde gepaart, um eine höhere Gewaltbereitschaft zu erzielen. Was zwar bedeutet, dass derartige Rassen genetisch bedingt aggressiver sein sollten, bedenkt man jedoch die heutigen Zuchtgründe trifft dies nicht mehr zu. Die &#8220;bösartigen&#8221; Gene werden (in den meisten Fällen) nicht mehr gefördert. Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Charakter eines Hundes nicht durch seine Rasse bestimmt ist. Ein Beispiel: In einer Tierarztpraxis waren im Behandlungszimmer ein Dalmatiner und ein Staffordshire Terrier. Der &#8220;Kampfhund&#8221; blieb ruhig, war aufgeschlossen und lies die Behandlung geduldig über sich ergehen. Der Dalmatiner jedoch schnappte nach den Helferinnen, knurrte die Tieärztin an und biss schließlich den eigenen Besitzer. Und dies ist kein Einzelfall. Sollte man nun also allen Hunden generell einen Maulkorb anlegen? Sicherlich nicht, also, warum grundsätzlich jedem &#8220;Kampfhund&#8221;?</p>
<p>Ein Versuch dem entgegen zu wirken war der Wesenstest, den jeder &#8220;Kampfhund&#8221; ablegen muss. Grundsätzlich ist so ein Test keine schlechte Idee, jedoch sollte man dann alle Hunde testen. Manche Hunde, die keiner Fliege etwas zu Leide tun, müssen sich diesem mit Stress verbundenem Test unterziehen, während bissige Schäferhunde, Terrier und sonstige Rassen &#8220;ungeschont&#8221; davon kommen. Überhaupt sollte man eher die Besitzer testen und nicht die Hunde. Denn wie der Hund ist, das liegt am Erzieher. Den einzigen Test, den man als Hundebesitzer in Deutschland machen muss, ist ein Fragebogen, bei dem man grundlegendes Wissen über Hunde (wie zum Beispiel: Welche Temperatur ist bei einem Hund normal?) zeigen muss. Wer diese Fragen nicht beantworten kann, darf keinen Hund mit einer Schulterhöhe von 40cm und mehr halten. Nette Idee, aber nicht sehr sinnvoll. Man müsste eher überprüfen, wie der Mensch mit dem Tier umgeht und was er mit ihm vorhat. Doch soweit denken die Gesetzgeber nicht. Es ist ja auch viel einfacher, eine bestimmte Gruppe von Tieren unter Maulkorbpflicht zu setzen, als den eigentlichen Ursachen auf den Grund zu gehen. Und dann präsentieren sie stolz Statistiken wie &#8220;Angriffe durch Kampfhunde zurückgegangen&#8221;. Und was ist mit den anderen Rassen?</p>
<p>Dies ist nicht nur in Deutschland so, viele Länder ziehen nach. So zum Beispiel die Niederlande. Bis vor wenigen Jahren galt Holland als eines der hundefreundlichsten Länder in Europa. Mittlerweile darf man mit einem &#8220;Kampfhund&#8221; oder einem Mischling in dem ein &#8220;Kampfhund&#8221; steckt, nicht mehr einreisen. Und wenn man die Rasse seines Hundes nicht weiß und er aussieht, als könnte ein &#8220;Kampfhund&#8221; zu den Vorfahren gehören, vermessen die Niederländer neuerdings den Schädel um zu prüfen, ob es sich um einen &#8220;guten&#8221; oder einen &#8220;schlechten&#8221; Hund handelt. Schwachsinn! Der bullige Kopf ist kein sicheres Indiz für eine der gesuchten Rassen. Auch ein &#8220;Kampfhund&#8221;-freier Hund, kann einen breiten Schädel haben.</p>
<p>Ich frage mich, wohin das noch führen soll und ob man es den Menschen irgendwann einmal begreiflich machen kann, dass Hund nicht gleich Hund ist, sowie Mensch nicht gleich Mensch ist.</p>
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